Ein Grundofen macht keine heiße Luft. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Während viele Heizsysteme möglichst schnell die Raumluft aufheizen, arbeitet ein Grundofen nach einem anderen Prinzip. Er speichert die Energie des Feuers in seiner Schamottemasse und gibt sie anschließend über viele Stunden als gleichmäßige Strahlungswärme wieder ab.
Das Ergebnis ist eine angenehme Wärme, ohne ständig heiße Luft durch den Raum zu bewegen.

Strahlungswärme – der entscheidende Unterschied
Die Wärme eines Grundofens wird nicht in erster Linie über heiße Luft übertragen.
Stattdessen erwärmt die Strahlungswärme Wände, Böden, Möbel und den menschlichen Körper direkt. Diese geben die Wärme langsam wieder an den Raum ab. Dadurch entsteht ein gleichmäßiges und ruhiges Raumklima.
Da deutlich weniger Luft bewegt wird als bei klassischen Warmluftheizungen, wird auch weniger Staub aufgewirbelt. Viele Menschen empfinden diese Wärme deshalb als besonders angenehm.
Schamotte – das Herzstück des Grundofens
Ein Grundofen besteht überwiegend aus Schamotte, Lehm und Stahl.
Schamotte ist ein keramischer Werkstoff mit hervorragenden Speichereigenschaften. Sie nimmt die Energie des Feuers auf, speichert sie und gibt sie über viele Stunden langsam wieder ab.
Genau deshalb fühlt sich die Wärme eines Grundofens auch Stunden nach dem letzten Holzscheit noch angenehm an.

Weniger Feuer. Mehr Wärme.
Ein Grundofen wird in der Regel ein- bis zweimal täglich befeuert.
Während des Abbrands entstehen hohe Temperaturen, wodurch das Holz sauber und effizient verbrennt. Die heißen Rauchgase strömen anschließend durch die Speicherzüge des Ofens und geben einen Großteil ihrer Energie an die Schamotte ab, bevor sie in den Schornstein gelangen.
So wird die Energie des Brennholzes bestmöglich genutzt.
Passt hervorragend zu modernen Häusern
Moderne Gebäude benötigen heute meist keine hohe Heizleistung. Entscheidend ist eine gleichmäßige Wärmeabgabe ohne große Temperaturschwankungen.
Genau darin liegt die Stärke eines Grundofens. Er gibt seine Wärme langsam und kontrolliert ab, anstatt kurzfristig große Mengen heißer Luft in den Raum zu blasen. Das sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima und macht den Grundofen zu einer idealen Ergänzung moderner Gebäude.
Gebaut für Jahrzehnte
Ein gemauerter Grundofen besteht aus langlebigen Materialien und kommt ohne Gebläse, Pumpen oder aufwendige Elektronik aus.
Bei fachgerechter Planung und Ausführung kann ein Grundofen über Jahrzehnte genutzt werden. Viele Anlagen werden über Generationen betrieben und können bei Bedarf instand gesetzt oder modernisiert werden.

Ist ein Grundofen die richtige Wahl?
Nicht unbedingt.
Wer einen kalten Raum innerhalb weniger Minuten aufheizen möchte, wird mit einem Warmluftofen meist glücklicher. Ein Grundofen braucht Zeit. Erst wird die Speichermasse aufgeheizt, anschließend gibt sie die Wärme über viele Stunden wieder ab.
Genau darin liegt aber seine Stärke.
Wer Wert auf ein ruhiges Raumklima, gleichmäßige Strahlungswärme und eine langlebige Feuerstätte legt, findet im Grundofen ein Heizsystem, das bis heute nur schwer zu übertreffen ist.